Jahresmitgliederversammlung hat stattgefunden

Jahresmitgliederversammlung am 19. November 2021

Liebe Schützinnen und Schützen,

unsere Jahresmitgliederversammlung hat am 19.11.2021 in unserem Vereinsheim stattgefunden. Um die coronagerechten Abstände einzuhalten fand die Versammlung dieses Mal auf dem Kurzwaffenstand statt. Da dort nur eine schwache Beheizung möglich ist, war es recht kalt. Trotzdem waren 32 Mitglieder anwesend! Wir haben uns sehr gefreut, dass so viele Mitglieder teilgenommen haben. Vielen Dank!

Hier möchten wir Euch einen Überblick über die besprochenen Themen und Beschlüsse geben.

Glücklicherweise gab es in diesem Jahr keine Todesfälle zu beklagen. Die Totenehrung konnte entfallen. Das war schon mal ein guter Start.

Wie Ihr Euch alle denken könnt, waren die Berichte des 1. Vorsitzenden, des Schützenmeisters und des Sportwarts durch die coronabedingten Einschränkungen im sportlichen und geselligen Leben unseres Vereins sehr kurz. Der 1. Vorsitzende berichtete über die Schließungen des Vereins in 2020, über die Erstellung von Hygienekonzepten, um möglichst irgendwie doch noch ein klein wenig weitermachen zu können. Der Schützenmeister berichtete über die ausgefallenen Wettbewerbe – sowohl die sportlichen als auch die traditionellen Veranstaltungen, er war in weniger als einer Minute am Ende. Nur der Sportwart konnte ein paar kleine Siegerehrungen vornehmen, denn wir hatten es in Übereinstimmung mit den Coronaregeln doch noch irgendwie geschafft, ein paar Wettbewerbe zur Vereinsmeisterschaft durchzuführen.

Größeren Umfang nahm dann der Bericht der Schatzmeisterin ein. Astrid Claßen musste auch dieses Jahr wieder sinkende Einnahmen und steigende Ausgaben verkünden. Ehedem vorhandene Rücklagen sind vollständig aufgebraucht – wir leben von „der Hand in den Mund“. Die Situation ist nur als dramatisch zu bezeichnen – und das nicht erst in diesem Jahr. Auch unser Verein ist von enorm gestiegenen Gas- und Strompreisen betroffen, so wie wir ja auch alle selbst. Gesetzlich vorgeschriebene Baumaßnahmen, hier sei nur der Zaun um den Schießstand herum genannt, sind sehr teuer. Wenn wir den Anforderungen nicht nachgekommen wären, wäre der Schießstand von der Aufsichtsbehörde geschlossen worden.

In den letzten Jahren hat unser Verein regelmäßig mit einem Minus in der Kasse abgeschlossen. Diese Verluste konnten nur durch Spenden von einzelnen Mitgliedern ausgeglichen werden – nur dadurch konnte der Fortbestand unseres seit 182 Jahren bestehenden Vereins gewährleistet werden. Diese Spenden können aber kein dauerhafter Zustand sein.

Wenn wir so weitermachen, ist der Bestand unseres Vereins stark gefährdet. Es droht die Liquidation.

Deshalb hat der gesamte Vereinsvorstand eine Anhebung der Beiträge bei der Mitgliederversammlung beantragt.

Der monatliche Beitrag soll € 12,50 betragen. Unterschiede nach Frauen und Männern soll es nicht mehr geben. Das macht einen Jahresbeitrag von € 150,00. Der Jugend-beitrag beträgt die Hälfte. Eheleute und Partnerschaften zahlen gemeinsam € 250,00.

Die problematische Situation wurde allen Mitgliedern auf der Versammlung ausführlich dargestellt.

Der Antrag auf Erhöhung der Beiträge wurde daraufhin von allen Mitgliedern der Versammlung einstimmig beschlossen. Es gab keine Gegenstimmen und keine Stimmenthaltungen.

Dadurch ist der Fortbestand des Lübecker Schützenverein von 1839 e.V. auch über das 182’ste Jahr seines Bestehens hinaus gesichert.

Der Vorstand dankt allen anwesenden Mitgliedern sehr sehr herzlich für dieses überzeugende Votum und das in ihn gesetzte Vertrauen.

Wir hoffen sehr, daß auch die nicht anwesenden Mitglieder diesem Beschluss mit der gleichen Überzeugung folgen können wie die an dem Abend der Versammlung einstimmig beschließenden Mitglieder.

Fragen zur dringend notwendigen Beitragserhöhung beantwortet gerne jedes Mitglied des Vorstands. Bitte sprecht uns unbedingt an, wenn Ihr Gesprächsbedarf habt.

Des weiteren lag ein Antrag auf Erweiterung der Trainingszeiten vor. Beschlossen wurde, jeweils Montag von 18:00 bis 20:00 Uhr das Training auf dem Kurz- und Langwaffenstand zu ermöglichen. Die Aufsichten auf den beiden Ständen sind durch die Teilnehmenden selbst zu organisieren.

In einem weiteren Beschluss wurden auch die Königsgelder zeitgemäß angepasst. Vereinskönigin und Vereinskönig erhalten je € 300,00 für ein gemeinsam zu veranstaltendes Königsessen.

Die Sitzung endete in großem Einvernehmen aller Beteiligten um 20:20 Uhr.

Der Vorstand